Delvan sei Dank

Ein Chira betritt die Bethalle des Delvan Tempels. Seine Lederrüstung weist einige neue Schäden auf, auch ist hier und da das schwarze Leder noch dunkler verfärbt. Er sieht Müde aus, angespannt, unruhig. Seine Bewegungen sind nicht rund und anmutig, fahrig wirkt es wie er die Arme schwingt, sein rechtes bein leicht nachgeschleppt. Bei sich hat er ein etwa Delanura langes Bündel. Er durchstreift den Tempel, er spricht keinen an, seine Haltung und sein Blick verhindern es das er angesprochen wird. Er tritt vor den Schrein Delvans, verbeugt sich, kniet schmerzverzerrt nieder, das Bündel vor sich legend.

Die Augen herruntergeschlagen faltet er mit langsamen Bewegungen das Bündel auseinander. Aus dem Bündel kommen zwei blutverschmierte Delanuras zum vorschein. Er hebt sie nacheinander zum Sonnensymbol auf, flüstert "Delvan, zwei Klingen für dich." und legt sie an seine seite, eine rechts, die andere links. Er legt das Tuch zusammen. Er nimmt aus seiner Tasche zwei Geldbeutel und eine Rumflasche. Er öffnet die Beutel, packt sie am Boden und lässt klirrend die Golddublonen in die Opferschale fallen. Er verbeugt sich und murmelt:

"Mein Dank Delvan, der du mich mit deinem Feuer entzündet, der du meinen Armen und Beinen die Kraft gegeben, meinen Klingen in deinem Feuer gehärtet hast. Mein Dank dir, der du mir die Konzentration gabst schneller zu sein als meine Feinde, der du mir Energie gabst der ihren zu wiederstehen. Mein Dank dir."

Leise singt er vor sich hin. Ein Lied ohne Wort, ein Lied des Feuers, des Kampfes und des Sieges. Ein Lied zuzeiten leise wie der Tot, zuzeiten mit stolz erhobener stimme.

Wardig öffnet die Rumflasche und erhebt die Delanura zu seiner rechten. Mit zerimonellen Bewegungen wäscht er mit dem Rum das Blut von den Klingen so das das Gemisch in die Schale fliest. Sorgfältig reinigt er die zwei Klingen. Er nimmt die Delanura zu seiner linken auf. Mit zerimonellen Bewegungen wäscht er mit dem Rum das Blut von den Klingen so das das Gemisch in die Schale fliest. Sorgfältig reinigt er die zwei Klingen. Kein Tropfen verbleibt in der Flasche.

"Mein Dank Delvan, der du mich mit deinem Feuer entzündet, der du meinen Armen und Beinen die Kraft gegeben, meinen Klingen in deinem Feuer gehärtet hast. Mein Dank dir, der du mir die Konzentration gabst schneller zu sein als meine Feinde, der du mir Energie gabst der ihren zu wiederstehen. Mein Dank dir. Nimm dieses Gold welches du mir zu retten halfst. Mein Dank dir."

Leise singt er vor sich hin. Ein Lied ohne Wort, ein Lied des Feuers, des Kampfes und des Sieges. Ein Lied zuzeiten leise wie der Tot, zuzeiten mit stolz erhobener stimme.

Wardig schlägt Feuer und entzündet die Flamme. Bläulich schiest sie empor und lodert hoch zum Sonnenzeichen. Der Geruch brennenden Alkohols mischt sich mit dem brennenden Blutes und schmelzenden Goldes. Er nimmt die Delanura zu seiner rechten und hält ihre Klingen ins Feuer bis sie von Ruß geschwärzt. Mit dem Tuch poliert er die Klingen blank. Er nimmt die Delanura zu seiner linken und hält ihre Klingen ins Feuer bis sie von Ruß geschwärzt. Mit dem Tuch poliert er die Klingen blank.

"Mein Dank Delvan, der du mich mit deinem Feuer entzündet, der du meinen Armen und Beinen die Kraft gegeben, meinen Klingen in deinem Feuer gehärtet hast. Mein Dank dir, der du mir die Konzentration gabst schneller zu sein als meine Feinde, der du mir Energie gabst der ihren zu wiederstehen. Mein Dank dir. Reinige mit deinem heiligen Feuer meine Klingen auf das das Blut dieser Schwächlinge es nicht länger besudelt. Mein Dank dir. Nimm meinen Tanz, um das Feuer zu ehren. Mein Dank dir."

Wardig steht, die Delanuras ergreifend auf. Sieben mal Schlägt er jede Klinge auf jede andere, Sieben mal Vier. Er tritt zwei Schirtte zurueck und singt leise vor sich hin. Ein Lied ohne Wort, ein Lied des Feuers, des Kampfes und des Sieges. Ein Lied zuzeiten leise wie der Tot, zuzeiten mit stolz erhobener stimme.

Langsam schwingt er die Klingen in den Rituellen Formen des Charicarra jì Jeydrou-Sohata. Sein Lied passt sich den Formen an, mit jedem tötlichen Schlag schreit er das Feuer herraus. Mit jedem Ausweichen parrieren, versiegt das Lied zum leisen Gemurmel, mit jedem Schwung holt hebt seine Stimme an. Er zeigt Delvan wie er kämpfte, zeigt es Szene für Szene. Wie die Flammen in der Schale lodert sein Tanz. Immer schneller, gewagter dreht er sich um die Klingen. Durch den Gesang klingt das Pfeifen der Klingen, das klirren wenn sie auf einander prallen. Die Klingen sind keine Werkzeug mehr, nicht mehr getrennt von seinem Körper, mit ihm vereint sind sie, Mittelpunkt seiner Bewegungen. Sein Arme verwischen, wie es die Klingen schon lange getan. Seine Füsse fliegen, Seine Brust wiegt sich, wie die Flammen in der Schale.

Wie diese erlöschen auch seine Bewegungen. Als er zu Boden gesunken, lodert nur noch ein einzelnes Flämchen über der Schale. Das Blut ist verraucht, das Gold geschmolzen. "Mein Dank Delvan, der du mich mit deinem Feuer entzündet, der du meinen Armen und Beinen die Kraft, meinen Klingen in deinem Feuer gehärtet hast. Mein Dank dir, der du mir die Konzentration gabst schneller zu sein als meine Feinde, der du mir Energie gabst der ihren zu wiederstehen. Mein Dank dir." Spricht Wardig atemlos, und betrachtet in siller Meditation wie das letzte Flämchen erlischt.

Delvan hört wenn er da ist: Es war knapp gewesen diesmal, es war sehr knapp, doch sie klagen nun vor Yorom von mir, nicht ich *lach* er wird sie auslachen und ins Eis schicken. Ich hoffe sie haben ihn von mir gegrüsst. Er muss mich schon vergessen haben, genau wie zu dir habe ich lange niemandem mit Grüssen zu ihm geschickt. Verzeih! Mein Leben für dich. Meine Flamme dein Feuer. Meine Klingen dein Atem. Meine Bewegung dein Hauch. Meine Stimme dein Willen. Mein Körper in deinem Licht. Dein Willen in meinen Taten.

Langsam erhebt er sich, die Delanuras in ihre Halfter steckend, sucht er Flasche, Tuch und Beutel zusammen und macht sich auf den Weg in das Weltenrund. Ein Lächeln liegt auf seinem Gesicht. Gleich neben der Erschöpfung liegt es dort, doch keine Anspannung ist mehr zu sehen. Am Ausgang dreht er sich noch einmal um, verbeugt sich vor dem Schreib und spricht "Mein Leben für dich. Meine Flamme dein Feuer. Meine Klingen dein Atem. Meine Bewegung dein Hauch. Meine Stimme dein Willen. Mein Körper in deinem Licht. Dein Willen in meinen Taten."

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